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Kartenlegen
nach Marianne Lenormand (1772-1843)
Wer
war Marianne Lenormand?
Marianne Lenormand war die bedeutendste
Kartenlegerin ihrer Zeit. Überragende Persönlichkeiten wie etwa Josephine
Bonaparte, mit der sie eine innige Freundschaft verband, bis zu Russlands
Monarchen, dem grossen Zaren
Alexander, nahmen ihre Dienste in Anspruch und ließen sich von ihr
beraten.
Madame Lenormand musste jedoch auch die
Schattenseiten ihrer Gabe erleben. Hausdurchsuchungen, Verhaftungen, Verhöre
und auch Gefängnisaufenthalte waren ein Bestandteil ihres bewegten Lebens; prägen
und Einhalt gebieten konnte ihr dieses Ungemach nicht. Bis zu ihrem Tod im
Jahre 1843 blieb sie ihrer Linie treu.
Die Lenormandkarten
Ursprünglich bestand dieses von Madame
Lenormand selbst kreierte Deck aus 52 Karten. Im Laufe der Jahre wurden aus
den 52 schliesslich 36 Karten.
Anders als mit Tarotkarten, die sich
besser für gezielte Fragen zu einem bestimmten Thema eignen, kann mit dem
sogenannten „grossen Deck“, bei dem alle 36 Lenormandkarten aufgelegt
werden, ein Gesamtüberblick sowohl über wichtige Themen aus der
Vergangenheit, wie auch über Gegenwart und Zukunft des Fragestellenden
gegeben werden. Natürlich sind aber auch
Lenormandkarten für gezielte Fragen zu einer bestimmten Situation
bestens geeignet.
Wie bei allen Kartendecks und Legearten
liegt es immer am Fragenden, wie weit er wirklich bereit ist, Einblick in sein
Unbewusstes zu gewähren; denn aus dem Unbewussten entspringt die Zukunft. Die
Seele weiß, wohin ihr Weg geht.
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