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Karma

Wir alle kennen den Ausspruch: „Das ist ein gutes Karma!“ oder „Vorsicht, dies hat ein schlechtes Karma zur Folge!“ Aber – was bedeutet Karma eigentlich?Der Begriff "Karma" kommt aus dem Sanskrit und bedeutet "Wirken-Tat". Gemeint ist eine Art „Kreislauf“, etwas sich Wiederholendes, Lernprozesse, die die Seele während ihrer wiederkehrenden Inkarnationen zu durchlaufen hat.

Karma – egal ob positiv oder negativ – entsteht immer durch Handlungen eines Menschen an einem anderen, die das Leben  - meist beider Beteiligten - sehr nachhaltig beeinflussen. Dies kann im Positven wie im Negativen sein. In unseren Inkarnationen haben wir die Aufgabe, Karma zu bearbeiten und – im besten Fall – aufzulösen. Schaffen wir es in einem Leben nicht, so wird es im nächsten Leben wieder zur Aufgabe; dann meistens schon in etwas „verschärfter“ Form. 

Karmaauflösung muss natürlich nicht zwangsläufig erst im nächsten Leben stattfinden. Man begegnet immer wieder Menschen, die das geschafft haben, was man eine vollkommene Umkehr nennt; was früher wichtig war, ist jetzt bedeutungslos und umgekehrt. Ängste und Zwänge, die das Leben bestimmt haben, verlieren ihren Schrecken, usw. In den allermeisten Fällen haben diese Menschen – meistens bewusst, manchmal aber auch unbewusst – ein extrem einschneidendes Karma aufgelöst, sodass ihr Leben daraufhin diese radikale Wendung nehmen konnte.

Ein sehr bezeichnendes Beispiel ist Folgendes:

Zwei Menschen lernen sich kennen und gehen eine, wenn auch sehr oberflächliche Beziehung ein, deren Hauptkomponente der sexuelle Anteil ist. Beide Menschen sind in dieser Beziehung unglücklich und unzufrieden; sie leiden, sind aber nicht in der Lage, unter dieses Verhältnis einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen, was zur Folge hat, dass sich diese beiden Menschen immer wieder trennen, aber genauso oft wieder zusammentreffen, um sich nach kurzer Zeit wieder zu trennen – bis zu jenem Zeitpunkt, an dem einer der beiden Menschen dieses Karma, das sie miteinander verbindet aufzulösen vermag. In einer Rückführung erkennt er den Grund für seine Emotionen. Er durchlebt den Schmerz aus dem damaligen Leben noch einmal und gewinnt dadurch seine Erkenntnisse. Damit ist ein sehr entscheidender Schritt getan, denn er kann sich nun lösen. In diesem besonderen Fall ist der Zeitpunkt der Karmaauflösung für die zweite Person noch nicht gekommen, denn sie hat ihren Teil noch zu lernen.

Natürlich ist nicht alles, was unser Leben beeinflusst, unbedingt ein Karma; manchmal sind es Verhaltensmuster, die wir sukzessive erlernt haben. Eines haben jedoch beide – egal ob Karma oder Verhaltensmuster - gemeinsam: sie müssen in unser Bewusstsein gelangen; wenn wir die Erkenntnis gewonnen haben, ist der wichtigste Schritt getan. Der Schritt in eine schönere Zukunft.

 






 man kommt oft weiter-wenn man stehenbleibt